Juli 2005

Geschäftsfrauen knüpfen Netzwerk

Vor einem Jahr haben sich sieben von Frauen betriebene Geschäfte aus dem Kiez als Ladenhüterinnen zusammengeschlossen. Statt miteinander zu konkurrieren, wollen sie sich gegenseitig unterstützen. Das Netzwerk ist mittlerweile so erfolgreich, dass die Frauen kürzlich von der Friedrich-Ebert-Stiftung eingeladen wurden, auf einer Tagung über ihre Arbeit zu berichten. Fast jeder im Kiez kennt die Einkaufstüten, auf denen das Logo der Ladenhüterinnen prangt. Diese Tüten hätten wir allein gar nicht finanzieren können, nur weil die Kosten auf sieben verteilt wurden, war es machbar, beschreibt die Initiatorin Beate Klemm die Vorzüge eines solchen Zusammenschlusses.

Mit dem kürzlich vom Quartiersrat bewilligten Geld ist jetzt ein Großplakat geplant, auf dem die sieben Geschäftsfrauen abgebildet sind. Neben der Buchhandlung lesen und lesen lassen sind das die BrillenKammer, das Spielzeuggeschäft Siebenschön, der Kindermodenladen dollyrocker, die beiden Bioläden Proviant und LPG sowie die Perlerei Berlin & Kikumee. Wir wollen die persönliche Bindung der Kunden an die Läden stärken, erklärt Klemm den Sinn der Plakataktion. Wer seine Optikerin oder seine Buchhändlerin kennt, trägt sein Geld lieber dahin als zu den großen Ketten. Als zweites großes Projekt bereiten die Ladenhüterinnen derzeit ein Filmprojekt vor. Zwei Filmemacherinnen wollen Leben und Arbeit der Ladenhüterinnen dokumentieren.

Quelle: Infobox 65